Geschichte

Die Geschichte der Naturfreunde begann bereits im Jahre 1895. Die damaligen Wanderburschen trugen den Gedanken auch in die Schweiz. Die Naturfreunde Oberengadin wurde dann am 6. Juni 1907 durch 16 Personen gegründet. Der Grundgedanke von damals gilt bis in die heutige Zeit. Man wollte die Freude an unserer Gebirgswelt wecken und erhalten.

 

Bereits am Sonntag nach der Gründung startete die erste Tour. Der Weg führte über die Alp Languard und über den Schafberg nach Muottas Muragel. Noch mussten die Teilnehmer den Abstieg zu Fuss gehen, denn die Muottas Muragel Bahn wurde erst am 7. August 1907 eröffnet. Der Ausflug endete in Samedan.

Die Wochenversammlungen wiesen immer die gleichen Traktanden auf. Protokoll und Aufnahmen von Touren. Im Jahre 1913 wurden bereits 140 Touren, mit gesamthaft 484 Personen durchgeführt. Einige der Touren führten auf den Piz Bernina, Cima da Flix, Corvatsch, Cresta Spinas, Piz Julier und viele mehr.

Im Jahre 1911 trat die Ortsgruppe Oberengadin dem schweizerischen Bund für Naturschutz bei.

Die Gemeinde Zernez bot der Ortsgruppe die alte Soldatenstube Villa-Elsa in Ova Spin an. Am 26. Januar 1926 wurde der Vertrag unterzeichnet.

 

Erstmals am 9. Februar 1934 erhielt die neugegründete Hüttenkommission die Kompetenz, Grundstücke zu kaufen. Wie der Zufall so spielte, wurde der Ortsgruppe Samedan ein Stück Boden auf Cristolais zur Verfügung gestellt. 1936 erfuhr man, dass in Salastrains, oberhalb von St. Moritz, eine alte Skihütte als Abbruch-Objekt zu erwerben war. Diese Hütte wurde für Fr. 500.- gekauft und auf Cristolais aufgestellt. Ein Jahr später wurden das Gebäude zusätzlich um 8 Schlafplätze erweitert. 1939 zählte man bereits 700 Übernachtungen.

Skihütte 1937 auf Cristolais

Naturfreundehaus 1947

Am 7. Dezember 1978 brannte das Haus bis auf die Grundmauern nieder. Die Feuerwehr und der damalige Hüttenwart konnten nur noch den Holzschopf retten. Der Hüttenwart kam mit einer leichten Rauchvergiftung davon. Die Brandursache lag wohl bei einem überhitzten Ofen. Bereits im folgenden Jahr wurde mit dem Wiederaufbau begonnen. Für den Winterbetrieb 1979 / 80 war die Hütte dann bereit.

Heute stehen vier Schlafräume mit total 30 Betten, zwei neu renovierte Waschräume mit je einer Doppeldusche und einem WC, eine heimelige Wohnstube mit einem gemütlichen Essraum, eine Küche und ein Keller zur Verfügung.